Tickendes Schneckenhaus - Quality Magazine
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Tickendes Schneckenhaus

Feierlich kann die Schweizer Haute-Horlogerie-Manufaktur Audemars Piguet sein neues Musée Atelier Audemars Piguet ab dem 25. Juni auch für Besucher zu öffnen. Das neue Museum wurde von BIG (Bjarke Ingels Group) entworfen und verbindet zwei Elemente: die historische Werkstatt von Audemars Piguet, die 1875 von seinen Gründern aufgebaut worden war, sowie eine neue Glasstruktur aus zwei Spiralen, die sich nahtlos in die Landschaft einfügt. Der Gang durch das Museum gleicht fast einem Parcours, der an Vitrinen mit rund 300 gesammelten Uhren vorbeiführt und auch an zwei Uhrmacherwerkstätten, in denen vor Ort gearbeitet wird. Ein lebendiges und interaktives Museum ist geboren worden! Eine außergewöhnliche Chance bietet das Musée Atelier Audemars Piguet, das mit seinem Design Tradition und Innovation zeitgleich verbindet, in die Geschichte der Uhrmacherkunst des Vallée de Joux einzutauchen und herauszufinden, wie die in Le Brassus entstandenen Uhren Menschen auf der ganzen Welt begeistern.

BIG gewann 2014 die Ausschreibung für die Erweiterung des historischen Gebäudes von Audemars Piguet. Daraufhin wurde ein neues Museum gestaltet und konzipiert, das nach den Worten der Vorstandsvorsitzenden Jasmine Audemars, die „Seele der Manufaktur widerspiegelt“. Ein beeindruckendes Resultat  stand vor der Tür: Ein spiralförmiger Bau wurde mit einer Tragstruktur aus gebogenem Glas versehen, der wie die Feder eines Uhrwerks anmutet. Der zeitgenössische Spiralbau schließt gleichzeitig an die historische Werkstatt an, in der die Geschichte von Audemars Piguet im Jahr 1875 begann. Dort befand sich auch das ehemalige Museum von 1992 bis 2019. Durch das intensive Studium des Archivmaterials konnte die ursprüngliche und für den Ort typische Architektur des alten Gebäudes wiederhergestellt werden. So schlägt das Konzept des Musée Atelier eine Brücke zwischen Tradition und Innovationsgeist, die auch zwei Charakteristika der Marke verkörpern.

Musée Atelier Audemars Piguet | © Audemars Piguet

Musée Atelier Audemars Piguet | © Iwan Baan & Audemars Piguet

Bjarke Ingels, Gründer und Creative Director von BIG, erklärt: „Im Gegensatz zu den meisten Maschinen und Gebäuden von heute, bei denen eine Diskrepanz zwischen Körper und Geist, zwischen Hardware und Software besteht, waren wir bei dem Musée Atelier Audemars Piguet bestrebt, die Geometrie und die Performance, die Form und die Funktion, den Raum und die Struktur, das Äußere und das Innere vollkommen zu einem symbiotischen Ganzen verschmelzen zu lassen.

Das aufwendige architektonische Projekt wurde von Teams aus Experten und Handwerkern ausgeführt, zu denen auch das lokale Architekturbüro CCHE zählt, das die Struktur baute – und damit auch die erste Konstruktion dieser Art in einer solchen Höhenlage. Das international renommierte ATELIER BRÜCKNER konzipierte die Szenografie ähnlich einer Partitur: Anregende und dynamische „Intermezzi“ mit Automaten, kinetischen Installationen und Modellen von komplizierten mechanischen Uhrwerken begleiten sowohl das Museum als auch die verschiedenen Aspekte von Uhrmachertechnik und -design.

Musée Atelier Audemars Piguet | © Iwan Baan & Audemars Piguet

Musée Atelier Audemars Piguet | © Iwan Baan & Audemars Piguet

Je länger man an den Windungen des Museumsparcours vorbei läuft, desto mehr erschließt sich die reich ausgestattete Uhrensammlung, die die Geschichte der Marke Audemars Piguet und der Uhrmacherei im Vallée de Joux symbolisiert. Ein wahres Highlight, und gleichzeitig auch der Höhepunkt des Besuchs, ist im Mittelpunkt der Spirale angesiedelt: Ausgestellt sind dort die kompliziertesten Uhren der gesamten Manufaktur. Außerdem schließen sich an die Spirale zwei Werkstätten an, in denen Haute-Joaillerie-Kreationen und Grandes Complications gefertigt werden. Hinter den Glaswänden können die Besucher einen Blick erhaschen und den Uhrmachern bei ihrer Arbeit fast über die Schulter schauen, um deren Expertise aus nächster Nähe zu bewundern.

Musée Atelier Audemars Piguet | © Audemars Piguet

Im Musée Atelier kommen die Familien Audemars und Piguet zu Ehren, die eine sehr lange Tradition der Uhrmacherkunst mit aufgebaut haben“, erläutert Sébastian Vivas, Heritage- und Museumsdirektor von Audemars Piguet. „Zusammen mit der historischen Werkstätte bildet der neue Museumsbau einen idealen Begegnungsort, an dem sich die Besucher mit uns und unseren Uhrmachern austauschen und mehr über die Marke und die Geschichte des Uhrmacherhandwerks in dieser Region erfahren können.

Der Spiralbau erfüllt die neuesten Anforderungen des Schweizer Minergie®-Standards für energieeffiziente, hochwertige Bauten, ganz im Sinne der ökologische Nachhaltigkeit, die BIG, CCHE und Audemars Piguet gemeinsam teilen. Im Musée Atelier Audemars Piguet ist ebenfalls die Audemars Piguet Stiftung untergebracht, die sich seit 1992 durch Umweltschutz- und Aufklärungsprogramme für Jugendliche für den Schutz der Wälder engagiert.

Musée Atelier Audemars Piguet | © Audemars Piguet

Darüber hinaus setzt sich das Unternehmen in seinem Musée Atelier Audemars Piguet für die Förderung von Kunst und Kultur ein. Zur Eröffnung des Museums zeigt Audemars Piguet Auftragsarbeiten von langjährigen Freunden der Marke: Dan Holdsworth, Quayola und Alexandre Joly. Ihre Werke spiegeln den kreativen Austausch zwischen der Haute-Horlogerie und der zeitgenössischen Kunst wider, den die Manufaktur bereits seit 2012 pflegt.

[Re]master01 | © Audemars Piguet

Eine Besichtigung ist nur mit Reservierung und im Rahmen einer Führung möglich, das Ticket kann im Vorfeld über die Website gebucht werden.

www.museeatelier-audemarspiguet.com

Route de France 18, CH – 1348 Le Brassus

Montag bis Freitag (2020); ab 2021 auch Samstag

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