THE EROSKI SHOW – smell and smile - Culture
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THE EROSKI SHOW – smell and smile

Von Sarah Kirsten

Von einer Eroski-Taschentuch-Duftwolke umgeben durfte das Publikum des Launch Events der neuen Kunstinitiative ‚S.M.S – Shit Must Stop – Munich’ Zeuge der allerersten Kunstperformance von Gregor Hildebrandt werden. Der in Berlin lebende Künstler benötigte nicht mehr als einen banalen Wäscheständer, circa 25 Packungen duftende Eroski Taschentücher, 150 Wäscheklammern, zwei Ventilatoren und drei Studenten aus seiner Akademieklasse, um seine ausdrucksvolle EROSKI SHOW zu inszenieren.

© Jann Averwerser

 

Gebannt und im ersten Moment irritiert, verfolgte der kunstinteressierte Zuschauer, wie Hildebrandt und seine Schüler bedächtig einzelne Dufttaschentücher auspackten und diese sorgfältig mit Wäscheklammern auf dem Ständer anbrachten. Sofort breitete sich im Raum ein intensiver Duft aus.

War dies schon alles? Aber nein, der Aha-Moment folgte unverzüglich.

© Jann Averwerser

 

Hildebrandt griff zu zwei großen Standventilatoren. Begleitet von Jacque Brels Chanson „Regarde Bien, Petit“ richtete er sie auf den mit Taschentüchern bespickten Wäscheständer und begann sie somit dramatisch zu endduften. Die nun geruchslosen Taschentücher wurden anschließend einzeln abgenommen, mit einem ‚S.M.S – Shit Must Stop’ – Stempel versehen, sorgfältig wieder eingepackt und signiert.

© Jamie Fischer

 

Wer die Performance verpasst hat, jedoch noch mehr von Gregor Hildebrandt sehen möchte, hat die Chance, sich seine derzeitige Ausstellung in der Galerie Klüser 2 in München anzuschauen. In der Einzelausstellung ‚Vor der Tür, ein Wunsch’ werden bis zum 29. Oktober Installationen, Objekte und Gemälde von Hildebrandt vorgestellt, die getreu seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit analogen Datenträgern aus verformten Schallplatten, VHS- und Kassettenband bestehen.

Nicht zum Riechen, nicht zum Hören, aber definitiv zum Hinschauen!

© Jamie Fischer

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